Sai
Gabel
Das Sai ist ähnlich aufgebaut wie eine Gabel oder ein Dreizack und ist kein, wie irrtümlich oft behauptet wird, landwirtschaftliches oder aus dem Fischfang entstandenes Arbeitsgerät.
Die Mittelzinke ist etwa dreimal so lang wie die beiden äußeren. Die Sai sind je nach Ausführung zwischen 45 cm und 52 cm lang (im besten Fall etwas länger als der Unterarm) und heute meist verchromt oder mattschwarz. Der Schaft (= Griff) ist im Querschnitt zumeist rund oder regelmäßig-achteckig.
Das Sai wird grundsätzlich paarweise geführt, es gibt aber auch eine Kata mit drei Sai. Hierbei wird ein Sai im Gürtel geführt. Sai wird als zweite Waffe gelernt.

Eine bedeutende Variante des Sai ist das Manji-Sai. Im Gegensatz zum normalen Sai ist einer der seitlichen Gabelspitzen des Manjisai in die Gegenrichtung (Richtung Griff) gebogen. Neben den Spitzen der drei Zinken sind die beiden äußeren auch manchmal auf der Außen- und Innenkante zu einer Schneide geschliffen. Eine zusätzliche mögliche Anwendung ist, das Manji-Sai auf einen Bo zu befestigen. Diese dadurch entstandene Waffe wird als Nunti-Bo bezeichnet.

